2019 beantragte der Landkreis die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK) und setzte sich das Ziel, den Radverkehrsanteil von 7 % im Jahr 2017 auf 12 % im Jahr 2025 zu steigern.
Im Herbst 2025 führte der Landkreis eine Mobilitätsbefragung durch, um bisherige Radverkehrsmaßnahmen zu bewerten und weitere Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Die Erhebung liefert eine empirische Datengrundlage für die zukünftige Verkehrsplanung.
Zudem enthielt die Befragung einen Zusatzfragebogen zum 2023 eingeführten On-Demand-Angebot “LanDi”, der Erkenntnisse zu Bekanntheit, Nutzung und Verbesserungspotenzialen lieferte.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr:
2025: 10 % (2017: 7 %)
→ trotz leichter Zielverfehlung konnte der Radverkehrsanteil deutlich gesteigert werden - Datengrundlage:
An der Befragung nahmen 557 Haushalte mit insgesamt 1.351 Personen teil. Die Rücklaufquote lag bei 24 Prozent. - Hohe Mobilität:
87 % der Befragten verließen am Stichtag das Haus. Im Durchschnitt legten sie 3,2 Wege, 31,5 Kilometer und 57 Minuten pro Tag zurück. - Mobilität findet überwiegend innerhalb des Landkreises statt:
87 % aller Wege beginnen und enden im Landkreis Dingolfing-Landau. - Verkehrsmittelwahl:
25 % der Wege wurden zu Fuß, 10 % mit dem Fahrrad oder E-Bike und 6 % mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt. 59 % entfielen auf den motorisierten Individualverkehr. - Radverkehrspotenzial:
Besonders auf kurzen Strecken zwischen 1 und 3 Kilometern wird noch häufig das Auto genutzt. Auch bei jungen Erwachsenen und Personen zwischen 25 und 44 Jahren besteht weiteres Potenzial für die Fahrrad- und E-Bike-Nutzung. - Zufriedenheit:
Mit dem Pkw-Verkehr sind 90 % der Befragten zufrieden, mit dem Fußverkehr 78 % und mit dem Radverkehr 63 %. Der ÖPNV wird deutlich kritischer bewertet; nur 24 % sind damit zufrieden.