Zwischen Krise und Fortschritt: Ein Kapitel Kreispolitik endet

Letzte Kreistagssitzung der Wahlperiode 2020-2026: Rückblick auf Krisen, Weichenstellungen und gemeinsames Gestalten

Mit der letzten Sitzung des Kreistags der Wahlperiode 2020 bis 2026 geht im Landkreis Dingolfing-Landau eine kommunalpolitische Etappe zu Ende: Sechs Jahre, geprägt von tiefgreifenden Herausforderungen und bedeutenden Weichenstellungen, finden damit ihren Abschluss.

Der Start im Mai 2020 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie – geprägt von Unsicherheit, aber auch von einem klaren gemeinsamen Auftrag. „Wenn man diese Jahre in einem Wort zusammenfassen müsste, dann wäre es vermutlich: Veränderung“, betonte Landrat Werner Bumeder in seiner Abschlussrede. Neben der Pandemie prägten auch internationale Krisen und wirtschaftliche Herausforderungen die Arbeit des Gremiums.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurden zentrale Zukunftsprojekte umgesetzt: Im Bildungsbereich etwa der Neubau eines Schülerwohnheims, die Erweiterung der Realschule Dingolfing und die Lebenshilfe-Schule in Landau. Mit der Ansiedlung von Pflege- und Kinderpflegeschule entstand zudem ein neuer Sozialcampus in Landau sowie in Zusammenarbeit mit der FH Landshut ein Hochschulstandort mit einem eigenen Studiengang am TZ Puls in Dingolfing.

Auch im sozialen und gesundheitlichen Bereich setzte der Landkreis wichtige Impulse – etwa mit Investitionen in die Kreisseniorenheime, die modernisiert und saniert werden, sowie in die Standorte des DONAUISAR Klinikums, zum Beispiel mit dem Neubau des MVZ und OP-Zentrums. Parallel dazu wurde die Infrastruktur weiter gestärkt: Kreisstraßen, Radwege und innovative Mobilitätsangebote wie das Rufbussystem LanDi wurden konsequent ausgebaut.

Insgesamt bewegte der Landkreis in dieser Wahlperiode rund 1,18 Milliarden Euro – bei gleichzeitig solider Haushaltsführung. Die Zusammenarbeit im Kreistag mit zehn Gruppierungen sei trotz unterschiedlicher Positionen konstruktiv gewesen, so Bumeder: „Wir sind nicht immer einer Meinung gewesen – aber wir haben immer am gleichen Ziel gearbeitet. Wir haben gemeinsam gestaltet und unseren Landkreis auch für die Zukunft sehr gut positioniert.“

Ein besonderer Moment der Sitzung war die Verabschiedung von 25 Kreisrätinnen und Kreisräten mit zusammen über 528 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung. Hervorgehoben wurden insbesondere Erwin Huber, der dem Gremium seit der Gebietsreform 1972 angehörte, Anneliese Apfelböck, langjährige weitere Stellvertreterin des Landrats, sowie Georg Eberl, langjähriger stellvertretender Landrat, und Josef Brunner, seit 1978 im Kreistag.

Mit der konstituierenden Sitzung am 11. Mai beginnt für den neu gewählten Kreistag ein neues Kapitel. Die Herausforderungen bleiben – doch der Landkreis sieht sich gut aufgestellt, um diese auch künftig erfolgreich zu bewältigen.

Ausscheidende Mitglieder des Kreistags nach Dauer der Zugehörigkeit (2020–2026): 

  • Josef Strohhofer (2023–2026)
  • Armin Grassinger (2020–2026)
  • Markus Helfensteller (2020–2026)
  • Maria Huber (2020–2026)
  • Jörg Marohn (2020–2026)
  • Manuel Stögmüller (2020–2026)
  • Günter Schuster (2019–2026)
  • Markus Baierl (2014–2026)
  • Hans Peer (2014–2026)
  • Herbert Sporrer (2014–2026)
  • Irene Waas (2014–2026)
  • Gudrun Zollner (2008–2026)
  • Franz Egerer (2008–2026)
  • Bernhard Hagn (2008–2026)
  • Wolfgang Hiergeist (2008–2026)
  • Gerald Rost (2008–2026)
  • Lisa Wax (2002–2026)
  • Franz Anneser (1984–2008 / 2020–2026)
  • Rudi Pritzl (1995–2026)
  • Michael Rieger (1990–2020 / 2024–2026)
  • Georg Eberl (1990–2026)
  • Udo Egleder (1990–2026)
  • Anneliese Apfelböck (1978–2026)
  • Josef Brunner (1978–2026)
  • Erwin Huber (1972–2026)
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