Dingolfing-Landau. Zum dritten Mal hat das Kommunale Klimanetzwerktreffen des Landkreises Dingolfing-Landau stattgefunden – diesmal in der Stadt Landau. Eingeladen hatte das Klimaschutzmanagement des Landkreises. Die Veranstaltung richtete sich gezielt an kommunale Vertreterinnen und Vertreter im Bereich Klimaschutz, insbesondere auch an die Verwaltungsspitzen.
Ziel des Treffens war der intensive Austausch zu aktuellen Entwicklungen sowie zu Herausforderungen in den Bereichen Energie und Klimaschutz. Trotz der strukturellen Vielfalt im Landkreis mit unterschiedlichsten Anforderungen bot das Programm wertvolle Impulse, neue Erkenntnisse und zeigte konkrete Handlungsmöglichkeiten auf. Es entwickelte sich ein reger und konstruktiver Dialog zwischen den Teilnehmenden.
Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch den Gastgeber, die Stadt Landau, vertreten durch Marius Unholzer. Im Anschluss stellte Katrin Riedmayr, Klimaschutzmanagerin des Landkreises, aktuelle Zahlen und Entwicklungen aus den Projekten des Landkreises vor. So verzeichnet das Solarkataster weiterhin eine konstant hohe Nachfrage mit rund 1.500 Aufrufen pro Monat. Auch das Angebot zur Energieberatung wurde weiter ausgebaut. Welche Auswirkungen die neu eingerichteten Stützpunkte auf die Nachfrage nach geförderten Energieberatungen haben werden, bleibt abzuwarten. Zudem wurden aktuelle kommunale Förderprogramme sowie wichtige Termine für die kommenden Monate vorgestellt.
Fachliche Impulse lieferten im weiteren Verlauf verschiedene Referenten:
Das Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) präsentierte mit Tobias Stahl und Nils Schild Ansätze zur kommunalen Wärmeplanung sowie den Energie-Nutzungsplan Plus (ENP+). Dabei wurde deutlich, dass die kommunale Wärmeplanung nur ein Baustein der Energiewende ist. INEV zeigte auf, wie durch integrierte Energiesystemsimulationen eine ganzheitliche und realistische Planung für Kommunen möglich wird – verbunden mit attraktiven Fördermöglichkeiten.
Ark Climate, vertreten durch Daniel Alberter und Julian Hars, stellte innovative Softwarelösungen in einer Live-Demonstration vor. Diese unterstützen Kommunen dabei, Datenerhebungen effizienter zu gestalten, Entwicklungen transparent darzustellen, Maßnahmen zu überwachen und die Zusammenarbeit – auch über Gemeindegrenzen hinweg – zu stärken.
Der Windkümmerer Sebastian Zirngibl wurde digital zugeschaltet und informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich Windenergie sowie über Unterstützungsangebote. Besonders hervorgehoben wurde die Möglichkeit für Kommunen, sich für das Projekt „Windkümmerer 3“ zu bewerben. Zudem wurde die Bedeutung von Aufklärungsarbeit rund um die Windkraft betont.
Kommunen können sich hier auf das Nachfolgeprojekt Windkümmerer® 3 bewerben.
Den Abschluss bildete ein offener Austausch zwischen Referenten und Teilnehmenden, der den Wissenstransfer vertiefte und die Vernetzung weiter stärkte.
Das Treffen verdeutlichte erneut die große Bedeutung des interkommunalen Austauschs für eine erfolgreiche Energiewende. Das nächste Klimanetzwerktreffen ist bereits in Planung und wird in Eichendorf stattfinden.