Zivil- und Katastrophenschutz

In Bayern – und auch im Landkreis Dingolfing-Landau – sind wir grundsätzlich gut vorbereitet auf den Umgang mit Katastrophen. Aber auch die beste Hilfe ist nicht immer sofort zur Stelle. 

Hier finden Sie Hinweise darauf, wie Sie sich auf Notfälle vorbereiten können und wie Sie sich in einer Notsituation richtig verhalten. Lesen Sie die Handlungsempfehlungen und treffen Sie die notwendigen Vorbereitungen.

Themen und Aufgaben​

Notrufnummern
In akuten Notfällen und Gefahrenlagen können Sie einen Notruf über folgende Rufnummern absetzen:

Polizei: 110
Feuerwehr: 112
Rettungsdienst: 112

Notrufnummern in Krisen- und Katastrophenfällen:

Benutzen Sie nur in äußersten Notfällen die Notrufnummern, um diese nicht für Notfälle und für die Einsatzkräfte zu blockieren! Benutzen Sie im übrigen, sofern eingerichet, die Bürgertelefone der Katastrophenschutzbehörden! Das Bürgertelefon des Landratsamtes Dingolfing-Landau als Untere Katastrophenschutzbehörde ist in der Regel nach Freischaltung unter der Telefonnummer: 0 87 31 / 87-200 zu erreichen.

Giftnotruf München:

0 89 / 1 92 40

II. Med. Klinik der Technischen Universität München, Ismaninger Str. 22, 81675 München

Für Fälle, die keine akuten Notfälle sind:

Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:  116 117

Kommunikation, Gesundheitsversorgung, Mobilität und Lebensmittelversorgung – all diese Bereiche wären eingeschränkt, gestört oder würden ausfallen, wenn es zu einem großflächigen und langanhaltenden Stromausfall kommen würde. Ein solches Szenario ist sehr unwahrscheinlich, aber es ist dennoch plausibel.

Was ist Radioaktivität?

Radioaktivität bezeichnet die Eigenschaft bestimmter Atomkerne, sich von selbst umzuwandeln und dabei Teilchen oder elektromagnetische Strahlung abzugeben – sogenannte ionisierende Strahlung. Die Aktivität eines radioaktiven Stoffes wird in Becquerel (Bq) gemessen und gibt die Zahl der Zerfälle pro Sekunde an. Diese Aktivität nimmt mit der Zeit ab, gemessen durch die Halbwertszeit.

Die Strahlenbelastung des Menschen wird in Sievert (Sv) angegeben; in Deutschland liegt sie im Durchschnitt bei etwa 2,1 Millisievert (mSv) pro Jahr. Radioaktive Strahlung stammt nicht nur aus künstlichen Quellen – sie ist vor allem natürlich und kommt aus der Erde, dem Weltall, der Luft und sogar aus dem menschlichen Körper. In Deutschland wird die Strahlenbelastung regelmäßig überwacht.

Welche Schutzmaßnahmen sind geplant?

Der Katastrophenschutz ergänzt die Sicherheitsmaßnahmen von Kernkraftwerken. Auf Basis bundesweiter Empfehlungen haben die Behörden einen abgestuften Notfallplan entwickelt, um bei einem extrem unwahrscheinlichen Unfall die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.

Dafür ist das Umland in drei Zonen eingeteilt:

  • Zentralzone (bis 5 km)

  • Mittelzone (bis 20 km)

  • Außenzone (bis 100 km)

Je nach Zone greifen unterschiedliche Schutzmaßnahmen. Bei einem Unfall kommen spezielle Messnetze und mobile Messtrupps zum Einsatz, um Strahlenwerte zu überwachen. Daten aus der Fernüberwachung helfen, mögliche Auswirkungen frühzeitig einzuschätzen.

Auch das Landratsamt Dingolfing-Landau ist vorbereitet: Bei Evakuierungen dienen Haltestellen des ÖPNV als Sammelstellen für Menschen ohne eigene Transportmittel. 

Weitere Infos gibt es hier.

In Krisen und Katastrophen ist Selbstschutz besonders wichtig, da nicht sofort überall Hilfe eintreffen kann. Selbstschutz bedeutet, die Zeit bis zum Eintreffen organisierter Hilfe selbst zu überbrücken.

Wichtig dafür sind:

  • Vorbereitung (z. B. Vorräte, wichtige Unterlagen, Notfallausrüstung)

  • Wissen (z. B. Erste-Hilfe-Kenntnisse)

  • Eigeninitiative, z. B. bei einer Evakuierung

Nur wer gut vorbereitet ist, kann sich und anderen in Notsituationen wirksam helfen.

Beachten Sie in Katastrophen- und Krisenfällen folgende generelle Verhaltensregeln:

  • Bewahren Sie Ruhe! Geraten Sie nicht Panik!
  • Befolgen Sie die Anordnungen der Sicherheits- und Katastrophenschutzbehörden!
  • Schalten Sie gegebenenfalls den Rundfunk ein und achten auf Durchsagen und Meldungen im Radio und Fernsehen!
  • Benutzen Sie nur in äußersten Notfällen die Notrufnummern, um diese nicht für Notfälle und für die Einsatzkräfte zu blockieren! Benutzen Sie im Übrigen, sofern eingerichet, die Bürgertelefone der Katastrophenschutzbehörden!
  • Informieren Sie gegebenenfalls Nachbarn und hilfebedürftige Personen!

Erste-Hilfe-Kurse bieten folgende Hilfsorganisationen an:

Unsere Sicherheit ist auch durch mögliche Terroranschläge jeglicher Art auf unterschiedlichste Ziele bedroht.

Im Falle einer aktuellen, akuten Sicherheitsbedrohung gilt:

  • Bleiben Sie besonnen, aber seien Sie aufmerksam und wachsam!
  • Melden Sie Auffälligkeiten, die auf terroristische Anschläge oder Anschlagsvorbereitungen hindeuten könnten, der Polizei!
  • Verfolgen Sie Fernseh- und Rundfunknachrichten und Internetmeldungen wegen eventueller Hinweise und Empfehlungen der Sicherheitsbehörden!

Veröffentlichungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Der Regierungsbezirk Niederbayern ist einer der waldreichsten Regierungsbezirke in Bayern. Besonders der Nationalpark Bayerischer Wald bildet eine große zusammenhängende Waldfläche (6000 qkm).

In Zeiten hoher oder sehr hoher Waldbrandgefahr ordnet seit 1977 die Regierung von Niederbayern die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung an und trägt die hierfür entstehenden Kosten.

Partner hierbei ist die Flugbereitschaft Niederbayern der Luftrettungsstaffel Bayern e.V., die Piloten und Flächenflugzeuge stellt.

Weiterführende Informationen:

Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes

Tierseuchen sind hoch ansteckende Krankheiten, die Tiere – teils auch Menschen – betreffen können. Es gibt zwei Hauptarten:

  1. Tierseuchen ohne Gefahr für Menschen, aber mit großem wirtschaftlichem Schaden (z. B. Maul- und Klauenseuche).

  2. Zoonosen, also Krankheiten, die auch auf Menschen übertragbar sind (z. B. Tollwut).

Meldepflicht besteht für Personen aus Tierhaltung, Jagd, Tiermedizin oder Fleischverarbeitung. Verdachtsfälle müssen den Veterinärbehörden gemeldet werden.

Reisende dürfen keine tierischen Produkte (z. B. Fleisch, Käse) aus betroffenen Ländern einführen. Wer Heimtiere mit ins Ausland nimmt, muss sich über Einreisebestimmungen informieren.

Zudem ist es verboten, Speisereste an Klauentiere zu verfüttern oder Wildtierkadaver in Ställe zu bringen.

Tote Fundtiere (z. B. Füchse, Vögel) sollten nicht angefasst werden – im Zweifel Gemeinde oder Jagdberechtigte informieren.

Weiterführende Informationen

Allgemeine Informationen zu übertragbaren Krankheiten in Deutschland/Bayern

Informationen zum Seuchengeschehen in Europa

Weltweite Seuchenlage

Informationen zu einzelnen Infektionskrankheiten

Informationen zur Influenza

Informationen zur Tropenmedizin

Informationen zu Arbeitsschutzmaßnahmen

Hochwasser entsteht, wenn der Wasserstand über mehrere Tage deutlich über dem Normalwert liegt. Häufig tritt es bei Schneeschmelze oder nach Starkregen auf.

Starkes Hochwasser kann die Schifffahrt lahmlegen und Überschwemmungen verursachen. In Gebirgsregionen führen anschwellende Bäche oft zu Erdrutschen oder mitgerissenen Brücken.

Weiterführende Informationen:

Meteorologisch lässt sich ein Unwetter nicht exakt definieren, da es keine festen physikalischen Kriterien gibt. Es wird meist über seine Auswirkungen beschrieben – also dann, wenn Wetterereignisse starke Schäden verursachen oder das öffentliche Leben gefährden.

Typische Unwetter sind Starkregen, Stürme, Dürre, Glätte oder extreme Hitze. Auch UV-Strahlung oder schlechte Luftqualität können gefährlich sein, werden aber seltener als Unwetter erfasst.

Da jede Wetterlage für bestimmte Gruppen ein Risiko darstellen kann, wird oft allgemein von „Wettergefahren“ gesprochen. In der Praxis arbeiten Wetterdienste mit Schwellenwerten, etwa bei Windgeschwindigkeiten.

Trotz ihrer Gefahren haben Unwetter in der Natur auch wichtige Funktionen – z. B. für Landschaftsveränderung oder Regeneration von Vegetation.

Weiterführende Informationen:

Information- und Warn-Apps

BIWAPP ist eine kostenlose App zur offiziellen Information und Warnung der Bevölkerung. Sie übermittelt aktuelle Meldungen und Warnstufen (etwa zu Hochwasser, Feuer, Bombenentschärfung, Unfällen, Schulausfällen etc.) direkt auf Ihr Smartphone – wahlweise mit Push‑Benachrichtigung.
Die Meldungen erfolgen ausschließlich durch zuständige Behörden, Leitstellen, Kommunen oder Katastrophenschutz‑Einrichtungen.

Nutzer können gezielt Orte und Themen auswählen, über die sie informiert werden möchten. Eine „Wächterfunktion“ ermöglicht zudem Warnungen basierend auf dem aktuellen Aufenthaltsort.

„Dingolfing-Landau“ ist eine kostenlose Smartphone-App zur Information und Warnung der Bevölkerung des Landkreises. Aktuelle Informationen und Warnung,  die den Landkreis betreffen, sowie Straßensperrungen und Pressemitteilungen erhalten Sie direkt auf ihr Smartphone – auf Wunsch mit zusätzlicher Push-Benachrichtigung.

Sie können individuell festlegen, über welche Themen Sie aktiv informiert werden möchten (z.B. Schulausfall, Straßensperren, allgemeine Nachrichten und Warnungen, Feuer, Hochwasser, Bombenentschärfungen u.a.) Die Meldungen werden von den zuständigen Sachgebieten des Landratsamtes versendet. 

Mit der WarnWetter-App versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen seines gesetzlichen Auftrages die breite Öffentlichkeit und die Einsatzkräfte aus dem Katastrophen-, Bevölkerungsschutz und Umweltschutz mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wettersituation.
Dabei kann die allgemeine Gefährdungslage für Deutschland auf einer eingefärbten Warnkarte schnell erfasst und zusätzlich ergänzende Detailinformationen abgerufen werden.
Eine Pushfunktion informiert über aktuelle Unwettergefahren vor Ort.

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, erhalten Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Seit Juli 2025 erhalten Sie in einem neuen Warnbereich Warnmeldungen der Polizei für besondere polizeiliche Lagen, wie beispielsweise die Androhung von Gewalttaten, wie Bombendrohung oder die Warnung vor gefährlichen Straftätern, nach denen öffentlich gefahndet wird. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Hilfe im Wald kann Ihnen im Fall eines Unfalls das Leben retten:

Die App verfügt derzeit über mehr als 59.000 Rettungspunkte in fast allen Bundesländern Deutschlands. Auch in Luxemburg sind einige Rettungspunkte verfügbar. Der Datenbestand wird laufend erweitert.

Der Feuerwehr, der Polizei und den Sanitätern sind die einzelnen Rettungspunkte und die Anfahrtswege bekannt, um zu rettende Personen zu finden. Wird beim Absetzen des Notrufs also die Kennung des nächsten Rettungspunkts genannt, kann schnell geholfen werden.

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